Ausgezeichnete Architektur für das HospizHaus des Lebens

Den Architekturwettbewerb des Hospizdiensts DaSein e.V. gewinnt das renommierte Architektenbüro allmannwappner aus München

Architekturwettbewerb

Der Hospizdienst DaSein wird mitten in München ein großzügiges Zuhause für sterbende Menschen und zugleich einen offenen Ort der Begegnung bauen: Das HospizHaus des Lebens. Der Bauplatz in Giesing an der Weinbauernstraße 9 wurde dank einer frühen Förderzusage der Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung bereits gefunden. Als nächster Schritt wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschriebenen. Das Preisgericht trat am 22. April 2022 zusammen, um den Siegerentwurf zu ermitteln.

Der Gewinner:
Architektenbüro allmannwappner

Der beim Preisgericht einstimmig gekürte Sieger ist das international tätige Architekturbüro allmannwappner aus München (1. Preis, dotiert mit 12.500 €).

Der Entwurf des Architektenbüros allmannwappner

Architekturwettbewerb HospizHaus des Lebens Ausstellung online

Die Wettbewerbsarbeiten der fünf eingeladenen Architekturbüros werden voraussichtlich ab Mitte Mai für die Dauer von mindestens zwei Wochen bei Landherr und Wehrhahn Architektenpartnerschaft (Betreuer Wettbewerbsverfahren) in digitaler Form ausgestellt:

Der Vorstandsvorsitzende von DaSein e.V., Markus C. Müller, ist begeistert:

Großartiger Entwurf von allmannwappner! Die kreative Architektur fällt auf, bleibt im Kopf. Gleichzeitig geht das Gebäude eine gelungene Beziehung mit der Umgebung ein. Unser innovatives Leuchtturm-Projekt in besten Händen!“

E. Katharina Rizzi, Geschäftsführerin von DaSein e.V., erklärt:

Der großzügige Lichteinfall macht diesen Entwurf für unsere Gäste in den Hospizzimmern zu etwas ganz Besonderem. Im Zusammenspiel mit der Begrünung wird für sie das Gefühl eines schützenden Nestes entstehen.“

Der Entwurf von allmannwappner überzeugte die Jury durch sein attraktives Konstruktions- und Materialkonzept, sowie eine gelungene städtebauliche Gliederung des Bauvolumens. Die zwei miteinander verbundenen, jeweils
zweigeschossigen Sockelbaukörper nehmen geschickt die Höhenentwicklung der Nachbarschaft auf. Die Eckausbildung schafft einen angemessenen Vorraum für
einen attraktiven schwellenlosen Eingang und eröffnet im Inneren einen einladenden Eingangsbereich. Der poetische Ansatz des Baums des Lebens wird von der Jury
besonders gewürdigt. Es entsteht eine programmatische Ordnung zwischen dem Café, den Verwaltungsbereichen und den therapeutischen Bereichen in den dreigeschossigen Bereichen des Stammes, sowie den Hospiz- und Gästezimmern in der Baumkrone.

Preisgericht Architekturwettbewerb HospizHaus des Lebens, v.l.n.r: Fachpreisrichter*innen Laura Fogarasi-Ludloff (Architektin, Berlin), Lars Klatte (Architekt, Düsseldorf), Prof. Johanna MeyerGrohbrügge (Architektin, Darmstadt / Berlin) und Sachpreisrichter*innen von DaSein: Mareike Durst, Markus Müller und Isabell Zacharias. Foto: Hospizdienst DaSein e.V. / Christoph A. Hellhake

Die Projektkoordinatorin HospizHaus des Lebens, Isabell Zacharias, ist überzeugt davon, dass diese Architektur ganz selbstverständlich als einladende Geste verstanden wird:

Ich bin begeistert! Jede und jeder sieht im Vorbeigehen oder - fahren, dass dort etwas Besonderes ist. Es lädt zum Hineingehen ein."

Beweggründe: Stationäres Hospiz ergänzt ambulante Angebote

Sterben Zuhause nicht immer möglich

Natürlich wünschen sich die meisten Menschen, am Ende ihres Lebens im Kreise ihrer Lieben friedlich einzuschlafen, aber die Realität sieht oftmals anders aus. Immer mehr Single-Haushalte, Entfremdung von der Nachbarschaft – Einsamkeit, Schmerzen und Apparatemedizin bestimmen dann die letzten Wochen im Leben.

Schwer kranke Menschen benötigen sofort individuelle Hilfe und professionelle Begleitung. Lesen Sie hier mehr über das HospizHaus des Lebens und unsere Beweggründe für den Bau eines neuen Hospizes.

Impressionen des Preisgerichts vom 22.04.2022

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